Rund achtzig Prozent Aktien, zwanzig Prozent Anleihen: chancenreich, doch mit spürbaren Ausschlägen. Plane gedanklich Rückgänge von dreißig Prozent ein und halte den Rebalancing-Plan bereit. Wer einen langen Horizont hat, profitiert statistisch eher von hoher Aktienquote, solange Verhalten und Liquiditätsmanagement standhalten. Dokumentiere Gründe schriftlich, damit du in stürmischen Zeiten nicht vom Kurs abweichst.
Diese Mischung glättet Schwankungen spürbar und eignet sich, wenn Stabilität Priorität hat. Auch 60/40 kann fallen, wie 2022 zeigte, doch Verluste sind oft moderater als bei höheren Aktienquoten. Ertragstreiber bleiben Aktien, während Anleihen Dämpfung und Einkommenskomponente bieten. Wichtig ist Disziplin: Gewinne nicht jagen, Verluste nicht dramatisieren, sondern verlässlich rebalancieren und Kosten niedrig halten.
Wer Jahrzehnte vor sich hat, kann mit hoher Aktienquote die Chancen globaler Märkte nutzen, braucht jedoch starke Nerven und klare Regeln. Die zehn Prozent Stabilitätspuffer übernehmen Liquiditätsaufgaben und ermöglichen Nachkäufe. Prüfe regelmäßig, ob Lebenssituation und Risikogefühl noch passen. Ein schriftliches Commitment verhindert, dass kurzfristige Emotionen langfristige Pläne aus der Spur drängen.